¿ to tease ¿ schreibenNecken wir die Wörter und gestalten Text

Online Schreiben! Texten für das Web ! Ein Netzdossier mit Links und Schulterblicken zum Onlinejournalismus Denn! Bildungsworker/innen, Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner arbeiten online und immer mehr öffentlich



1.0. Die lesende Web-Userin, der Online-Lerner
1.1. Auswirkungen auf die Online-Arbeit
1.2. Lesetypinnen
1.3. Auswirkungen auf die Online-Arbeit
1.4. Lerntypenerweiterung, ein Vorschlag
1.5. Linkverweis zu Lerntypen
1.6. Auswirkungen auf die Online-Arbeit
2.0. Der Link und das rechte Online-Texten
2.1. Link-Arten
2.2. Auswirkungen auf die Online-Arbeit

3.0. farbig, farbiger am farbigsten?
3.1 der Stroop Test zum Selbermachen
3.2. Auswirkungen auf die Online-Arbeit
3.3. Newsletters
3.4. Webarbeitende beachten die Usability und Accessibility
3.5. Links zu Benutzerfreundlichkeit
4.0. Buchstabe, Schriftart
4.1. Auswirkungen auf die gestaltende Online-Arbeit
4.2. Newsletters
4.3. Für interaktive Dokumente in Unterricht und Arbeit
5.0 Rechte Links für die Weiterarbeit

1.0. Die lesende Web-Userin, der Online-Lerner

Anders als das Radio und Fernsehen ist das Internet nicht ausschliesslich eine neue mediale Form. Doch das Lesen verändert sich. Die Leserin entscheidet, ob der Text sie interessiert und - dies noch meist in wenigen Sekunden. Sie entscheidet, wie lange der Text gelesen wird, bevor sie zu einer anderen Seite (Maus)klickt. Grundsätzlich gilt: der User und die Online-Lernerin sind autonomer: Sie entscheiden über den Lesepfad, die Favoriten und auch über den Papierkorb.

1.1. Auswirkungen auf die Online-Arbeit

Online-Arbeit bedeutet lernendes Output. Sie stellt Anforderungen im inhaltlichen Fachkontext und auch im Layout-Bereich, Wissen und Können, wie Online-Texte aufbereitet werden sollen, wie ein Hypertext gegliedert werden muss, wie das Storyboard gestaltet wird, etc. gehören dazu. Auszubildende, jüngere Menschen sind meist schnell zappende Internauten/innen. Ihr visueller Fokus und das textliche Online-Lesen und Lernen findet verändert und anders statt, als es noch vor wenigen Jahren der Fall war. Es gilt, diese Lernangewohnheiten einzubinden und zu nutzen.

1.2. Lesetypinnen

Als Online-Lesertypisierung werden vertikale und horizontale Lesende unterschieden.
Der vertikale Leser: der Schmökerer. Je länger der User dem Hyperlinkpfad folgt, desto besser und tiefer steigt er ins Thema ein.
Der horizontale Leser: der Querleser. Er verschafft sich auf der ersten Seite einen Grobüberblick über mehrere Themen, indem er verschiedene Teaser (Anwärmer und Kurzüberblick) überfliegt. Er <scannt> den Text.

1.3. Auswirkungen auf die Online-Arbeit

  • Der vertikale Leser: Hier gilt es, auf die Klick-Dramaturgie zu achten. Das Angebot von verschiedenen Pfaden und Möglichkeiten soll durchwegs angeboten werden.
  • Der horizontale Leser: Überblick mit verschiedenen Kurzinformationen (Teasern) sollen eine Selbstverständlichkeit sein.

1.4. Lerntypenerweiterung, ein Vorschlag

  • die visuelle Lernerin: braucht als Teaser Bilder zum Anreiz, zwischendurch Bilder für das Auge. Sie kann auch mit Bildern und wenig Text umgehen. Sie lernt durch visuelle Fragestellungen und Erklärungen. Eventuell können auch mit kleinen Filmen oder animierten Gifs gute Lerneffekte erreicht werden. Jedoch ist von einer visuellen Überfrachtung der Online-Dokumente abzuraten.
  • der auditive Lerner: braucht ein Paradox, jedoch wichtig - Ruhe zum Lernen, die Möglichkeit, sich etwas vorzulesen, ohne gestört zu werden. Die Möglichkeiten des Netzes bieten heutzutage auditive Elemente an (Download von auch auditiv hörbaren Vorlesungen, Interviews, Chats etc).
  • die motorische Lernerin: Handlungsabläufe sollten immer interaktiv verwendet werden können. Tests und Aufgaben, die ein eigenständiges Lernen (learning by doing) ermöglichen. Es gilt, die Lernerin am Lernprozess unmittelbar zu beteiligen.
  • der kommunikative Lerner. Hier sollten unbedingt Kommunikations-Foren eingerichtet werden, bei denen der Lerner in synchroner und asynchroner Weise teilnehmen kann. Er braucht ein Gegenüber, das in nützlicher Frist antwortet (z.B. mit Mail/Mailinglists). Dieser Vorschlag berücksichtigt gleichzeitig die Benutzbarkeit von Netzangeboten für behinderte Menschen.

1.5. Linkverweis zu Lerntypentests:

  • Lerntypen und vieles mehr in den Arbeitsblättern von Werner Stangl

1.6. Auswirkungen auf die Online-Arbeit

Der Anspruch, allen Lerntypen ein möglichst optimales online Umfeld anzubieten, ist hoch und anspruchsvoll. In der Bildung müssen wir uns allerdings bewusst sein: es reicht nicht, unsere Dossiers ins Netz zu stellen, sie bedürfen der Aufarbeitung. Diese Arbeit ist nicht alleine zu schaffen und auch nicht für Lehrteams, Wir glauben, es wird immer mehr nötig und sinnvoll, die Arbeiten auszutauschen, damit nicht Alle bei <Adam und Eva> anfangen müssen.

2.0 Der Link und das rechte Online-Texten

Verlinken ist online-charakteristisch. Durch Klicken auf den Hyperlink gelangt die Userin, der Onlineleser flink und bequem zur gewünschten Information, heute schon eine nicht mehr wegzudenkende, fast schon automatisierte Handlung. Mittels Hyperlinks wird innerhalb eines Dokumentes und im ganzen Web gezappt und weitergeklickt. Der User entscheidet, ob und welche Angebote er wahrnimmt. Er informiert sich nicht passiv, sondern ist selbst aktiv und stellt seine Informationen selbst zusammen.

2.1. Link-Arten

  • Seiteninterne Links führen zu einem Sprungziel innerhalb desselben Dokuments. Man nennt sie auch <Anker>. Site-interne Links verweisen auf eine andere Stelle innerhalb derselben Adresse. Sie machen den User auf weitere Beiträge des Angebots aufmerksam.
  • Externe Links führen aus der Web-Site heraus zu einer anderen WWW-Adresse. Sie bieten dem User die Möglichkeit, auf Informationen anderer Anbieter zuzugreifen.
  • Navigations-Links sind in der Navigationsleiste, dem Inhaltsverzeichnis der Homepage, aufgelistet. Sie geben die Struktur des Online-Angebots wieder. Die Navigationsleiste sollte auf jeder Seite erscheinen. Wenn sie sich in einem Frame befindet, bleibt sie sichtbar. Wenn nicht, verschwindet sie beim Scrollen.
  • Definierende Links erfüllen den Zweck, Begriffe zu erklären. Das geschieht, indem sie auf ein Glossar, Literaturverzeichnis oder zur Originalquelle der Information verweisen.
  • Strukturierende Links dienen dazu, einen langen Beitrag zu gliedern. Das ist notwendig, da immer nur ein Ausschnitt der <Papyrusrolle> auf dem Bildschirm zu sehen ist. Die verschiedenen Themen sind am Textanfang aufgelistet und damit auf einen Blick zu erfassen. Mit einem Maus-Klick ist die gewünschte Stelle des Hypertextes zu erreichen.
  • Assoziierende Links leiten zu Beiträgen, die andere Aspekte des Themas beleuchten.
  • Kommunikations-Links nutzen die online-spezifischen Möglichkeiten zu kommunizieren und interaktiv zu werden. Mit ihnen kann der User beispielsweise eine E-Mail aufgeben, Chats und Foren besuchen oder Newsgroups kontaktieren. (Auszug aus http://www.online-journalismus.org, Martina Müllner).

2.2. Auswirkungen auf die Online-Arbeit bei Newsletters und Websites

Newsletters: bei Gratisanbietern ist es manchmal nur möglich, externe Links sowie Kommunikationslinks zu setzen. Bei längeren Newsletters ist dies ein entscheidender Nachteil, den viele Online-Leserinnen kritisieren. Jedoch bestehen sinnvolle Möglichkeiten des Lesens als Printmedium. Der Newsletter kommt via Mail geschickt, und die User haben meist eine Printform ausgewählt, die einem A4-Format nahe kommt. Der geprintete Newsletter kann also auch beim Warten, im Tram, in einer Gruppe oder sonst wo gelesen werden. Zudem sind die externen Links immer korrekt angegeben und nicht nur auf der Taskleiste sichtbar, d.h. sie können als dokumentiertes Nachschlagewerk benutzt werden. Websites: Hier ist dieses Wissen und Anleg15.04.2009Linkarbeit, sinnvoll Pfade anlegen, welche die Autonomie der User gewährleisten, ist eine Hauptarbeit im Webdesign/Publishing. Der Zeitfaktor und die kontinuierliche Überprüfung sind nicht zu unterschätzen.

3.0. farbig, farbiger am farbigsten?

Im Web müssen Fotos und grafische Elemente sinnvoll auf den Text abgestimmt sein. Der Stroop-Test (von J.Ridley Stroop) untersuchte, wie Menschen reagieren, wenn sich Signale auf verschiedenen Wahrnehmungskanälen widersprechen (Interferenztest). Der Test kann selbst gemacht werden. Er ist sehr interessant und aussagekräftig und heilsam bei den nächsten Gestaltungsarbeiten, die Sie mit dem Computer machen werden.

3.1. der Stroop Test zum Selbermachen.

  • Der Stroop Effekt auf kommdesign.de von Kommunikationspsychoge/Webdesigner Thomas Wirth (deutsch)
  • Stroop-Test auf Nova online adventure (USA, englisch).

3.2. Auswirkung auf die Online-Arbeit

Hier gilt es vor allem immer wieder und oft, andere Seiten zu besuchen und auch zu qualifizieren. Begleitend ist das Layout, die Wirkung und die Fülle der Botschaften zu überprüfen. Dies ist nebst den inhaltlichen Qualitätsüberprüfungen ein wichtiger Teil, den wir direkt in die Online-Arbeit integrieren können. Auch gilt es, mit den Auszubildenden und mit Fachleuten aus der Pflege diese fachspezifischen Onlinemerkmale immer wieder zu diskutieren. Wenn wir online öffentlich werden, können wir nur professionell gegen Aussen treten, wenn wir dies immer wieder beachten.

3.3. Newsletters

Hier stellt sich die Frage erst bei Newsletters, die Farbe und Bild zulassen. Doch da online schwarz auch als Farbe gilt, möchten wir auf folgende Assoziation verweisen. <Es steht schwarz auf weiss> oder auch <Papier ist geduldig>. Hier möchten wir Ihre kritisch konstruktive Lesensweise des Webs aufgreifen. Die Qualitätsüberprüfung im Web ist und wird zunehmend unerlässlich und gehört in die Arbeitsweise jeder Fachfrau und jedes Fachmannes in der Pflege und im Bildungsbereich.
Nicht zu unterschätzen ist die Benutzung von websicheren Farben. Einige Programme wie z.B. Office Powerpoint / Word bieten Farben an, die leider im Web nicht so dargestellt werden wie auf dem Computer, auf dem sie hergestellt wurden.

3.4. Webarbeitende/-publishers beachten die Usability und Accessibility

Neben differenziertem Fachwissen und farblicher Experimentierfreudigkeit gehören Qualitätskriterien bezüglich Usability dazu. Usability heisst: <Benutzbarkeit> einer Website. Der Begriff wurde von Jakob Nielsen geschaffen. Die Usability ist das Ausmass, in dem es von einem bestimmten Benutzer verwendet werden kann, um bestimmte Ziele in einem bestimmten Kontext effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen. Eine Applikation oder eine Software ist benutzerfreundlich, wenn sie den Anwender intuitiv in seiner Arbeit unterstützt und so hilft, mögliche Bedienungsfehler zu vermeiden. Ähnliche Begriffe dazu sind <accessibility> und <compatibility>.
Accessibility heisst übersetzt Erreichbarkeit. <Accessibility ist die Fähigkeit einer Website, von allen gesehen und benutzt werden zu können, speziell jedoch von behinderten Menschen wie z.B. Sehbehinderte, Farbenblinde, Gehörlose, Menschen mit Sprachstörungen, kognitiven Behinderungen, Lernstörungen, eingeschränkter Beweglichkeit>. Diese Definition stammt, frei übersetzt, aus <About Webdesign>. Usability kommt allen Menschen zugute. Für ältere und behinderte Menschen sind benutzerfreundliche und damit barrierenarme Websites eine absolute Bedingung, an den Informationstechnologien überhaupt teilnehmen zu können.

3.5. Links zu Benutzerfreundlichkeit zur Sammlung

  • useit.com: Jakob Nielsen's Website useit heisst übersetzt: <benütze sie/es/ihn>. Jakob Nielsen gilt seit Jahren führend in den Bemühungen, Websites benutzerfreundlicher zu machen. Er forscht mit seinem Team, publiziert Bücher. Manchmal wird er ob seiner Strenge auch belächelt, und Multimedia-Elementen gegenüber ist er eher kritisch. Doch mittlerweilen lässt er auch schon Flash zu. Seine Site ist immer wieder eine Quelle zum Lernen. Mit seinem zweiwöchentlich erscheinenden Newsletter in die Mailbox bleiben Sie auf dem Laufenden (englisch).
  • About Webdesign / HTML ist eine ausführliche Website mit Guidelines zu Benutzerfreundlichkeit. Es ist eine empfehlenswerte Quelle für die Auseinandersetzung mit Farben für das Web, deren Wirkung, Anwendung, Theorien, Konsistenz und Inkonsistenz, eine Welt der Farben. Tauchen Sie ein. Ausserdem: ein aussagekräftiges Glossar (englisch).
  • Web Accessibility Initiative (WAI) Die Kraft des Web liegt in seiner Universalität. Zugang für alle Menschen, unbeachtet von Behinderung ist ein wesentlicher Aspekt> (Zitat von Tim Berners Lee, W3C Direktor und Entdecker des WWW). <WAI> heisst übersetzt Web-Erreichbarkeits-Initiative. Das World Wide Web Consortium (W3C) gibt Richtlinien und Empfehlungen zur Gestaltung von barrierefreien Websites heraus. Sie enthalten verschiedene Kriterien und Prioriätsstufen. Für Deutschsprechende sind folgende Dokumente übersetzt:
  • Zugänglichkeitsrichtlinien für Web-Inhalte 1.0 übersetzt auf Deutsch.
  • Checkliste der Checkpunkte zu den Zugänglichkeitsrichtlinien für Web-Inhalte 1.0

4.0. Buchstabe, Schriftart

Empfohlen sind die Schriftarten Verdana, Helvetica, Georgia und Arial. Exotische Schriftarten verwirren. Innerhalb eines Textes sollten maximal zwei verschiedene Schriftarten gewählt werden. Ein <Schriftsalat> entlarvt Laien oder Frischlinge im Online-Bereich. Grossbuchstaben ermüden den Leser, also nur für SPEZIELLES verwenden und nicht für längere Texte. Flattersatz ist dem Blocksatz vorzuziehen. Blocksatz ist meist löcherig und schlecht lesbar. Nur teure Layoutprogramme schaffen ein akzeptables Resultat (InDesign, Pagemaker, QuarkX).


4.1. Auswirkungen auf die gestaltende Online-Arbeit

Grundsätzlich ist es sinnvoll, bereits bei Dokumenten schon mit den webempfohlenen Schriftarten zu arbeiten. Damit erübrigt sich mühsames Umformatieren und ist eine Möglichkeit, Zeit zu sparen. Auch gilt: man/frau entwickelt sich in der Textgestaltung weiter, das Outfit sollte jedoch immer an die Urheberinnen erinnern. Das heisst: Veränderungen im Layout wollen gut überlegt sein. Wenn in einem Team gearbeitet wird, bedingt es der gemeinsamen Absprache.

4.2. Newsletters

Bei den Gratisanbietern von Newsletters ist die Möglichkeit der Wahl in Schriftart und Layout sehr beschränkt. Umso mehr gilt es, mit wenigen Mitteln ein interessantes attraktives Online-Dokument zu erstellen. Eine gute Übung! Und immer wieder auch: aus den Fehlern und den Feedbacks von Leser/innen und Kolleginnen / Teammitgliedern lernen.

4.3. Für interaktive Dokumente im Unterricht und Arbeit

Meist haben Bildungsworker/innen und Fachleute der Pflege die Office-Produkte zur Hand. Es ist ausserordentlich <gluschtig>, verschiedene Schriftarten, Grössen und Bilder zu integrieren. Jedoch gilt auch hier: WENIGER IST BEDEUTEND MEHR!!

5.0 Rechte Links für die Weiterarbeit siehe auch Sammlung

  • KommDesign.de Fakten Facts und Hinweise der praktischen und professionellen Art, auch als Kontrolle möglich beim Anlegen von Online-Dokumenten und zum stöbern.
  • Einführung in den Journalismus auf www.journalismus-abc.de. Ein interessanter Artikel zu Online-Journalismus. PDF-Datei, manchmal etwas zu ironisch.
  • KommDesign.de Links - Schreiben Guter Stil und Schreiben im Internet.
  • Guided Tour: Neue Formate durch Multimedia auf onlinejournalismus.de. Hier wird ausführlich und kompetent über Onlinejournalismus berichtet. Beispiele aus der Praxis werden aufgegriffen. Qualitätskriterien sind explizit und implizit vorhanden. Die Kriterien können anhand der Praxisbeispiele überprüft werden. Lerneffekt und Unterschiede zu Printmedien sind einsichtig dokumentiert.
  • doctima - verständlich Schreiben eine ausgezeichnete Site mit Hinweisen, auch für das Texte Schreiben im allgemeinen und im besonderen online.