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wir die Wörter und gestalten Text
Online Schreiben! Texten für das Web ! Ein Netzdossier mit Links und Schulterblicken
zum Onlinejournalismus Denn! Bildungsworker/innen, Pflegefachfrauen und
Pflegefachmänner arbeiten online und immer mehr öffentlich
Anders als das Radio und
Fernsehen ist das Internet nicht ausschliesslich eine neue mediale
Form. Doch das Lesen verändert sich. Die Leserin
entscheidet, ob der Text sie interessiert und - dies noch meist in wenigen
Sekunden. Sie entscheidet, wie lange der Text gelesen wird, bevor sie
zu einer anderen Seite (Maus)klickt. Grundsätzlich gilt: der User
und die Online-Lernerin sind autonomer: Sie entscheiden über
den Lesepfad, die Favoriten und auch über den Papierkorb.
1.1.
Auswirkungen auf die Online-Arbeit
Online-Arbeit bedeutet lernendes Output.
Sie stellt Anforderungen im inhaltlichen Fachkontext und auch im Layout-Bereich,
Wissen und Können,
wie Online-Texte aufbereitet werden sollen, wie ein Hypertext gegliedert
werden muss, wie das Storyboard gestaltet wird, etc. gehören dazu.
Auszubildende, jüngere Menschen sind meist schnell zappende Internauten/innen.
Ihr visueller Fokus und das textliche Online-Lesen und Lernen findet verändert
und anders statt, als es noch vor wenigen Jahren der Fall war. Es gilt,
diese Lernangewohnheiten einzubinden und zu nutzen.
1.2.
Lesetypinnen
Als Online-Lesertypisierung werden vertikale und horizontale
Lesende unterschieden.
Der vertikale Leser: der Schmökerer. Je länger der User dem
Hyperlinkpfad folgt, desto besser und tiefer steigt er ins Thema ein.
Der horizontale Leser: der Querleser. Er verschafft sich auf der ersten
Seite einen Grobüberblick über mehrere Themen, indem er verschiedene
Teaser (Anwärmer und Kurzüberblick) überfliegt. Er <scannt>
den Text.
1.3. Auswirkungen auf die Online-Arbeit
Der vertikale
Leser: Hier gilt es, auf die Klick-Dramaturgie zu achten. Das
Angebot von verschiedenen Pfaden und Möglichkeiten soll durchwegs
angeboten werden.
Der horizontale
Leser: Überblick mit verschiedenen Kurzinformationen (Teasern)
sollen eine Selbstverständlichkeit sein.
1.4. Lerntypenerweiterung, ein Vorschlag
die visuelle Lernerin: braucht als Teaser Bilder zum Anreiz, zwischendurch
Bilder für das Auge. Sie kann auch mit Bildern und wenig Text umgehen.
Sie lernt durch visuelle Fragestellungen und Erklärungen. Eventuell
können auch mit kleinen Filmen oder animierten Gifs gute Lerneffekte
erreicht werden. Jedoch ist von einer visuellen Überfrachtung der
Online-Dokumente abzuraten.
der auditive Lerner: braucht ein Paradox, jedoch wichtig - Ruhe zum Lernen,
die Möglichkeit, sich etwas vorzulesen, ohne gestört zu werden.
Die Möglichkeiten des Netzes bieten heutzutage auditive Elemente
an (Download von auch auditiv hörbaren Vorlesungen, Interviews,
Chats etc).
die motorische Lernerin: Handlungsabläufe sollten immer interaktiv verwendet
werden können. Tests und Aufgaben, die ein eigenständiges
Lernen (learning by doing) ermöglichen. Es gilt, die Lernerin am
Lernprozess unmittelbar zu beteiligen.
der kommunikative Lerner. Hier sollten unbedingt Kommunikations-Foren eingerichtet
werden, bei denen der Lerner in synchroner und asynchroner Weise teilnehmen
kann. Er braucht ein Gegenüber, das in nützlicher Frist antwortet
(z.B. mit Mail/Mailinglists). Dieser Vorschlag berücksichtigt gleichzeitig
die Benutzbarkeit von Netzangeboten für behinderte Menschen.
1.5. Linkverweis zu Lerntypentests:
Lerntypen und
vieles mehr in den Arbeitsblättern von Werner Stangl
1.6. Auswirkungen auf die
Online-Arbeit
Der Anspruch, allen Lerntypen ein möglichst optimales
online Umfeld anzubieten, ist hoch und anspruchsvoll. In der Bildung
müssen wir
uns allerdings bewusst sein: es reicht nicht, unsere Dossiers ins Netz
zu stellen, sie bedürfen der Aufarbeitung. Diese Arbeit ist nicht
alleine zu schaffen und auch nicht für Lehrteams, Wir glauben,
es wird immer mehr nötig und sinnvoll, die Arbeiten auszutauschen,
damit nicht Alle bei <Adam und Eva> anfangen müssen.
2.0 Der Link und das rechte Online-Texten
Verlinken
ist online-charakteristisch. Durch Klicken auf den Hyperlink gelangt
die Userin, der Onlineleser flink und bequem zur gewünschten
Information, heute schon eine nicht mehr wegzudenkende, fast schon automatisierte
Handlung. Mittels Hyperlinks wird innerhalb eines Dokumentes und im
ganzen Web gezappt und weitergeklickt. Der User entscheidet, ob und
welche Angebote er wahrnimmt. Er informiert sich nicht passiv, sondern
ist selbst aktiv und stellt seine Informationen selbst zusammen.
2.1. Link-Arten
Seiteninterne Links führen zu einem Sprungziel innerhalb desselben Dokuments.
Man nennt sie auch <Anker>. Site-interne Links verweisen auf eine
andere Stelle innerhalb derselben Adresse. Sie machen den User auf weitere
Beiträge des Angebots aufmerksam.
Externe
Links führen aus der Web-Site heraus zu einer anderen
WWW-Adresse. Sie bieten dem User die Möglichkeit, auf Informationen
anderer Anbieter zuzugreifen.
Navigations-Links
sind in der Navigationsleiste, dem Inhaltsverzeichnis der Homepage,
aufgelistet. Sie geben die Struktur des Online-Angebots wieder.
Die Navigationsleiste sollte auf jeder Seite erscheinen. Wenn sie
sich in einem Frame befindet, bleibt sie sichtbar. Wenn nicht, verschwindet
sie beim Scrollen.
Definierende Links erfüllen den Zweck, Begriffe zu erklären. Das
geschieht, indem sie auf ein Glossar, Literaturverzeichnis oder zur
Originalquelle der Information verweisen.
Strukturierende Links dienen dazu, einen langen Beitrag zu gliedern. Das ist
notwendig, da immer nur ein Ausschnitt der <Papyrusrolle> auf
dem Bildschirm zu sehen ist. Die verschiedenen Themen sind am Textanfang
aufgelistet und damit auf einen Blick zu erfassen. Mit einem Maus-Klick
ist die gewünschte Stelle des Hypertextes zu erreichen.
Assoziierende Links leiten zu Beiträgen, die andere Aspekte des Themas
beleuchten.
Kommunikations-Links
nutzen die online-spezifischen Möglichkeiten zu kommunizieren
und interaktiv zu werden. Mit ihnen kann der User beispielsweise eine
E-Mail aufgeben, Chats und Foren besuchen oder Newsgroups kontaktieren.
(Auszug aus http://www.online-journalismus.org,
Martina Müllner).
2.2.
Auswirkungen auf die Online-Arbeit bei Newsletters und Websites
Newsletters:
bei Gratisanbietern ist es manchmal nur möglich,
externe Links sowie Kommunikationslinks zu setzen. Bei längeren
Newsletters ist dies ein entscheidender Nachteil, den viele Online-Leserinnen
kritisieren. Jedoch bestehen sinnvolle Möglichkeiten des Lesens
als Printmedium. Der Newsletter kommt via Mail geschickt, und die User
haben meist eine Printform ausgewählt, die einem A4-Format nahe
kommt. Der geprintete Newsletter kann also auch beim Warten, im Tram,
in einer Gruppe oder sonst wo gelesen werden. Zudem sind die externen
Links immer korrekt angegeben und nicht nur auf der Taskleiste sichtbar,
d.h. sie können als dokumentiertes
Nachschlagewerk benutzt werden. Websites:
Hier ist dieses Wissen und Anleg15.04.2009Linkarbeit, sinnvoll Pfade anlegen, welche die Autonomie der User gewährleisten,
ist eine Hauptarbeit im Webdesign/Publishing. Der Zeitfaktor und die
kontinuierliche
Überprüfung sind nicht zu unterschätzen.
3.0. farbig, farbiger am farbigsten?
Im Web müssen Fotos und grafische Elemente sinnvoll auf den Text
abgestimmt sein. Der Stroop-Test (von J.Ridley Stroop) untersuchte, wie
Menschen reagieren, wenn sich Signale auf verschiedenen Wahrnehmungskanälen
widersprechen (Interferenztest). Der Test kann selbst gemacht werden.
Er ist sehr interessant und aussagekräftig und heilsam bei den
nächsten Gestaltungsarbeiten, die Sie mit dem Computer machen werden.
3.1. der Stroop Test zum Selbermachen.
Der Stroop
Effekt auf kommdesign.de von
Kommunikationspsychoge/Webdesigner Thomas Wirth (deutsch)
Stroop-Test auf
Nova online adventure (USA, englisch).
3.2. Auswirkung auf die Online-Arbeit
Hier gilt es vor allem immer wieder und oft, andere Seiten zu besuchen und
auch zu qualifizieren. Begleitend ist das Layout, die Wirkung und die
Fülle der Botschaften zu überprüfen. Dies ist nebst
den inhaltlichen Qualitätsüberprüfungen ein wichtiger
Teil, den wir direkt in die Online-Arbeit integrieren können. Auch
gilt es, mit den Auszubildenden und mit Fachleuten aus der Pflege diese
fachspezifischen Onlinemerkmale immer wieder zu diskutieren. Wenn wir
online öffentlich werden, können wir nur professionell gegen Aussen treten, wenn
wir dies immer wieder beachten.
3.3. Newsletters
Hier stellt sich die Frage erst bei Newsletters, die Farbe und Bild zulassen.
Doch da online schwarz auch als Farbe gilt, möchten wir
auf folgende Assoziation verweisen. <Es steht schwarz auf weiss>
oder auch <Papier ist geduldig>. Hier möchten wir Ihre kritisch
konstruktive Lesensweise des Webs aufgreifen. Die Qualitätsüberprüfung
im Web ist und wird zunehmend unerlässlich und gehört in
die Arbeitsweise jeder Fachfrau und jedes Fachmannes in der Pflege
und im Bildungsbereich.
Nicht zu unterschätzen ist die Benutzung von websicheren Farben.
Einige Programme wie z.B. Office Powerpoint / Word bieten Farben an,
die leider im Web nicht so dargestellt werden wie auf dem Computer,
auf dem sie hergestellt wurden.
3.4. Webarbeitende/-publishers beachten die Usability und Accessibility
Neben differenziertem Fachwissen und farblicher Experimentierfreudigkeit
gehören Qualitätskriterien bezüglich Usability dazu.
Usability heisst: <Benutzbarkeit> einer Website. Der Begriff
wurde von Jakob Nielsen geschaffen. Die Usability ist das Ausmass,
in dem es von einem bestimmten Benutzer verwendet werden kann,
um bestimmte Ziele in einem bestimmten Kontext effektiv, effizient
und zufriedenstellend zu erreichen. Eine Applikation oder eine
Software ist benutzerfreundlich, wenn sie den Anwender intuitiv
in seiner Arbeit unterstützt und so hilft, mögliche
Bedienungsfehler zu vermeiden. Ähnliche Begriffe dazu sind <accessibility>
und <compatibility>.
Accessibility heisst übersetzt Erreichbarkeit. <Accessibility
ist die Fähigkeit einer Website, von allen gesehen und benutzt werden
zu können, speziell jedoch von behinderten Menschen wie z.B. Sehbehinderte,
Farbenblinde, Gehörlose, Menschen mit Sprachstörungen, kognitiven
Behinderungen, Lernstörungen, eingeschränkter Beweglichkeit>.
Diese Definition stammt, frei übersetzt, aus <About Webdesign>.
Usability kommt allen Menschen zugute. Für ältere und behinderte
Menschen sind benutzerfreundliche und damit barrierenarme Websites eine
absolute Bedingung, an den Informationstechnologien überhaupt teilnehmen
zu können.
3.5. Links zu Benutzerfreundlichkeit
zur Sammlung
useit.com: Jakob Nielsen's
Website useit heisst übersetzt: <benütze sie/es/ihn>.
Jakob Nielsen gilt seit Jahren führend in den Bemühungen,
Websites benutzerfreundlicher zu machen. Er forscht mit seinem
Team, publiziert Bücher. Manchmal wird er ob seiner Strenge
auch belächelt,
und Multimedia-Elementen gegenüber ist er eher kritisch. Doch
mittlerweilen lässt er auch schon Flash zu. Seine Site ist immer
wieder eine Quelle zum Lernen. Mit seinem zweiwöchentlich erscheinenden
Newsletter in die Mailbox bleiben Sie auf dem Laufenden (englisch).
About
Webdesign / HTML ist eine ausführliche Website mit Guidelines
zu Benutzerfreundlichkeit. Es ist eine empfehlenswerte Quelle für
die Auseinandersetzung mit Farben für das Web, deren Wirkung,
Anwendung, Theorien, Konsistenz und Inkonsistenz, eine Welt der
Farben. Tauchen Sie ein. Ausserdem: ein aussagekräftiges Glossar
(englisch).
Web
Accessibility Initiative (WAI) Die
Kraft des Web liegt in seiner Universalität. Zugang für
alle Menschen, unbeachtet von Behinderung ist ein wesentlicher Aspekt> (Zitat
von Tim Berners Lee, W3C Direktor und Entdecker des WWW). <WAI> heisst übersetzt
Web-Erreichbarkeits-Initiative. Das World Wide Web Consortium
(W3C) gibt Richtlinien und Empfehlungen zur Gestaltung von barrierefreien
Websites heraus. Sie enthalten verschiedene Kriterien und Prioriätsstufen.
Für Deutschsprechende sind folgende Dokumente übersetzt:
Empfohlen sind die Schriftarten Verdana, Helvetica, Georgia und Arial. Exotische
Schriftarten verwirren. Innerhalb eines Textes sollten maximal zwei
verschiedene Schriftarten gewählt werden. Ein <Schriftsalat>
entlarvt Laien oder Frischlinge im Online-Bereich. Grossbuchstaben ermüden
den Leser, also nur für SPEZIELLES verwenden und nicht für
längere Texte. Flattersatz ist dem Blocksatz vorzuziehen. Blocksatz ist meist
löcherig und schlecht lesbar. Nur teure Layoutprogramme schaffen
ein akzeptables Resultat (InDesign, Pagemaker, QuarkX).
4.1. Auswirkungen auf die gestaltende
Online-Arbeit
Grundsätzlich ist es sinnvoll, bereits bei Dokumenten
schon mit den webempfohlenen Schriftarten zu arbeiten. Damit erübrigt
sich mühsames
Umformatieren und ist eine Möglichkeit, Zeit zu sparen. Auch gilt:
man/frau entwickelt sich in der Textgestaltung weiter, das Outfit sollte
jedoch immer an die Urheberinnen erinnern. Das heisst: Veränderungen
im Layout wollen gut überlegt sein. Wenn in einem Team gearbeitet
wird, bedingt es der gemeinsamen Absprache.
4.2. Newsletters
Bei den Gratisanbietern von Newsletters ist die Möglichkeit der Wahl
in Schriftart und Layout sehr beschränkt. Umso mehr gilt es, mit
wenigen Mitteln ein interessantes attraktives Online-Dokument zu erstellen.
Eine gute Übung! Und immer wieder auch: aus den Fehlern und den Feedbacks
von Leser/innen und Kolleginnen / Teammitgliedern lernen.
4.3. Für interaktive Dokumente im Unterricht und Arbeit
Meist haben Bildungsworker/innen und Fachleute der Pflege die Office-Produkte
zur Hand. Es ist ausserordentlich <gluschtig>,
verschiedene Schriftarten, Grössen und Bilder zu
integrieren. Jedoch gilt auch hier: WENIGER IST BEDEUTEND MEHR!!
5.0 Rechte Links für die Weiterarbeit siehe auch Sammlung
KommDesign.de Fakten
Facts und Hinweise der praktischen und professionellen Art, auch als
Kontrolle möglich beim Anlegen von Online-Dokumenten und zum stöbern.
Einführung
in den Journalismus auf www.journalismus-abc.de.
Ein interessanter Artikel zu Online-Journalismus. PDF-Datei, manchmal
etwas zu ironisch.
Guided
Tour: Neue Formate durch Multimedia auf onlinejournalismus.de. Hier
wird ausführlich und kompetent über Onlinejournalismus
berichtet. Beispiele aus der Praxis werden aufgegriffen. Qualitätskriterien
sind explizit und implizit vorhanden. Die Kriterien können
anhand der Praxisbeispiele überprüft werden. Lerneffekt
und Unterschiede zu Printmedien sind einsichtig dokumentiert.
doctima
- verständlich Schreiben
eine ausgezeichnete Site mit Hinweisen, auch für das
Texte Schreiben im allgemeinen und im besonderen online.