0.0 HYPERTEXT
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1.5 Ein Forschungsergebnis aus dem Netz |
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0. HYPERTEXT0.0 Es wird erzählt.............<<Nun wird freilich immer wieder darauf hingewiesen, dass Platon den Bildungswert geschriebener
Texte gering schätzte, indem die Lernenden
<vieles gehört haben ohne Unterricht, werden sie sich auch vielwissend
zu sein dünken, obwohl sie grösstenteils unwissend sind>.
Geschriebene Texte, führt Platon weiter aus, täuschen Weisheit
vor: <Du könntest glauben, sie sprächen, als verständen
sie etwas, fragst du sie aber lernbegierig über das Gesagte,
so bezeichnen sie doch nur stets ein und dasselbe>. Es ist doch so ..................:<< dass wir heute die Welt zu einem sehr grossen Teil über ihre indirekte Vermittlung kennenlernen. Können wir die Welt, die Natur, überhaupt noch unmittelbar wahrnehmen? Ihre scheinbar direkte Erfahrung, sagen wir mal: beim Wandern, Essen, beim Sex, im Spital und beim Sport ist für uns schon derart von gesellschaftlichem Wissen aus Bildern und Texten überlagert, dass es eine Realitäts-Erfahrung pur schon fast nicht mehr gibt. Und all diese Welt-Vermittlung, welche die direkte Erfahrung, seit wir kleine Kinder waren, kommentiert, historisch herleitet und wertet, ist medial geleistet: eben kulturell vermittelt... <Möglicherweise gibt es auch bei unserem seit fast 3000 Jahren gültigen linearen Denken heute wieder eine grundlegende Veränderung. Das lässt sich zumindest von den neusten Medien her denken. Im Zusammenhang mit Internet und CD-Rom sprechen wir heute ja von Hypertext. Gemeint ist, dass in dieser Form der Verlinkung das lineare Verbinden von Informationen, eine nach der anderen, abgelöst ist durch eine eher sprunghaft assoziative Verknüpfung. Ich klicke auf den Begriff, der mich gerade interessiert und lasse einen anderen aus. Ich navigiere mich über die Links, die ich aus dem Angebot auswähle, einem eigenen Weg entlang. Ich meine, es ist noch nicht absehbar, ob diese assoziative Navigation, welche eher in Flächen- oder gar Raumstrukturen beschreibbar wäre, das historische Denken in Form der linearen Erzählung wirklich ersetzen wird. Erweitern tut sie es allemal, und man kann annehmen, dass die Fähigkeit zur hypertextuellen Verknüpfung von Informationen, zu vernetztem Denken, heute innerhalb von wenigen Generationen wächst>>. 0.1 Slimy oder die zukünftige GeschichteDer
amerikanische Medien-Theoretiker Douglas Rushkoff hat eine <Metapher>
geprägt: 1.0. Hypertext1.1. Definitionen 1 und 2Definition 1 << Mit Hypertext
bezeichnet man/frau allgemein Textelemente eines Dokuments, die gleichzeitig
einen Querverweis zu anderen Stellen im selben Dokument oder gar in anderen
Dokumenten herstellen. Ohne den gesamten Text lesen zu müssen, kann
man/frau sich auf diese Weise einen schnellen Überblick über
die vorhandenen Informationen verschaffen. Hypertext ist meist vom übrigen
Fliesstext hervorgehoben (Farbe, Änderung des Mauszeigers zur Hand
etc). Hypertext kann auch auf Grafiken, Tabellen, Datenbanken und animierte
Bilder hinweisen. Definition 2
<<Hypertext ist die nicht-lineare Organisation und elektronische
Wiedergabe von Informationen, die in zusammenhängenden Kontexten
miteinander verlinkt sind. Dies ermöglicht dem Leser die intuitive
Navigation innerhalb eines Informationsangebots. 1.2. Auswirkungen auf das Online-Texten und Online-LesenSchon in den eher technischen Definitionen werden die Andersartigkeit, das Querlesen und die Autonomie der Userinnen angesprochen. Die Visionen der Entwickler fanden ihren Ursprung in der assoziativen Suche und im natürlicheren Finden von Dokumenten. Der gemeinsamen Plattform von Wissensnutzung wurde als Idee ausserordentlich viel Raum gewährt. 1.3. Ein SelbstversuchWie lesen Sie? Die Frage erscheint banal, doch machen Sie einen Selbstversuch und beobachten Sie sich bei der Zeitungslektüre am Morgen (Printmedium) und einer Online-Zeitung am Nachmittag oder in der späten Nacht. Zur Auswahl: Neue Zürcher Zeitung, SPIEGEL ONLINE , Basler Zeitung, Corriere della Sera. Ein Tipp aus der journalistischen Welt : Newseum - The interactive Museum of News Einige Möglichkeiten für die Evaluation eines Selbstversuchs. Sie gelten für Print- und Onlinemedien.
1.4 Auswertung eines Selbstversuchs (die EVA)Im Selbstversuch kristallisierten sich deutlich assoziatives Handeln/Lesen beim Online-Lesen und eine eher lineare Struktur bei den Printmedien heraus. Unterschiedlich war auch das Durchlesen. Bei den Printmedien las ich immer zuerst die Titel und die Kurzzusammenfassungen (Header). Demgegenüber liess ich mich beim Online-Lesen auch durch Titel und Kurzüberblicke (Header/Teaser) und die linken und rechten Tabellen (Frames) «an'-machen. Ich verbrachte beim Online-Lesen mehr Zeit mit Favoriten sammeln. In den Printmedien switchte ich weniger umher. Beim Online-lesen in einer mir nicht geläufigen Sprache verstand ich Inhalt und holte mir (ausserhalb meiner Ferienzeit) eine Sprache wieder näher. Und und..... 1.5 Ein Forschungsergebnis aus dem Netz<<In allen Online-Lesesitzungen waren Grafiken und Fotos weniger interessant als Texte. Von allen Grafiken (ausser Bannerwerbung und Fotos), die den Testpersonen während einer Sitzung erschienen, wurden nur 22% fixiert. Banner erreichten eine Fixation von 45% (wobei anzumerken bleibt, dass die Sichtzeit bei durchschnittlich 1 Sekunde lag; lang genug also, um die Werbung bewusst zu machen). Fotos kamen gar auf 64%. Aber diese Zahlen liegen hinter denjenigen der Artikel-Kurzübersichten und Artikel, die 82 resp. 92% erreichten.>> 1.6 Konsequenzen für Berufsfachleute und BildungsworkerinnenUnterschiedlichkeiten als Ergänzung zueinander zu nutzen, scheint im Moment noch die wichtigste pädagogische und berufsfachmännische Arbeit zu sein: Printmedien/Bücher und Online-Arbeiten ergänzend und nicht ausschliessend einsetzen. Es gilt, die jeweiligen Menschen bewusst zum Selbstversuch zu führen. Die konstruktive und kritische Nutzung von <geschriebenem> Wissen und Information erfährt eine andersartige Dimensionierung. Dies bedeutet auch die Qualitätsüberprüfung der Internetressourcen im Netz, besonders wichtig in der Arbeit als Pflegefachmann/frau, als Bildner in der Gesundheitsarbeit oder als an Gesundheit und Krankheit interessierter kritischer Mensch. Hier geht es zu einem Workshop zum Thema Qualität Als wichtige erweiterte Möglichkeit sehen wir in der Benutzung von Online-Medien die erweiterte Informationssammlung als Meinungsbildungsförderung und des Vergleichs von verschiedenartigen Meinungen. Allerdings braucht es für diese Arbeit Zeit, die in der pädagogischen und berufsbezogenen Wissenserweiterung eingeplant werden muss. Es gilt abzuklären und gemeinsam zu entscheiden: Wieviel Bilder, Banner und animierte Teile sollen nebst den (Hyper-)Texten eingebunden werden? Es gilt, eine Balance zu finden zwischen visuellen und bewegten Bildern, der Ruhe und den Vertiefungsaspekten mit den Hypertexten. Allerdings: der User entscheidet IMMER über bleiben oder wegklicken. Er oder sie wird vom Grunddossier aus geführt. Der Qualität, Aktualität und Attraktivität des Leitdossiers ist deshalb viel Augenmerk zu gewähren. 1.6.1.Hyperlinks zur Vertiefung und Repetition
Memo: Mit Hilfe der
Hyperlinks und der Textmarken verweisen wir Sie direkt an die richtige
Stelle im Netz, nicht an den Anfang des Netzdossiers, sondern an die
Stelle, welche eine Weiterarbeit ermöglicht. 1.7 Zusammenfassend für Veröffentlichungen im Netz und in Newsletters-> Einbinden
der Möglichkeiten und Chancen der Hyperlinks UND ............ Hypertext kann auch in ganz normalen Textverarbeitungsprogrammen anwendet und genutzt werden!! Hier ist unbedingt zu beachten, dass die Nutzenden (Schüler/innen, Berufsfachleute) die Dossiers als ganze Struktur nebst den üblichen, oft zahlreichen Kopien das Dossier auf einer A-Diskette (leider nur 1,44MB) oder auf einer CD erhalten. Es nützt nichts, das Dossier in dieser Art zu erstellen und dann in der Ausschliesslichkeit einer Printkopie zu verteilen. 1.8 Drei hyperkommunizierende Beispiele
1.9 Hypertext/-links fabrizieren, eine lehrmotivierende TätigkeitZum Abschluss dieses hypertextischen Exkurses möchte ich Sie ermuntern,
auch ganz normale Vorbereitungsarbeiten, Skripten oder Dossier,
welche Sie erstellen, einmal mit Hypertexten zu ergänzen und
links recht quer und längs zu verlinken. Aus unserer Erfahrung
ist es einfacher, Hyperlinks gleich anfangs einzubinden und fortlaufend
zu erstellen. Bei Fertigstellung der Texte sind sie noch zu erweitern
und vor allem immer wieder zu überprüfen, ob sie alle
funktionieren. Getrauen Sie sich auch, die Lernenden, die User
von Ihrem Text weiter ins Netz zu führen.
Wenn der Text nachhaltig interessant ist, werden sie darauf zurückkehren.
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