Ein provokanter Teaser! ein aussagekräftiges Lead! und Internautinnen lesen mit Interesse bis zum Schluss ?

Das Besondere am Internet ist die zunehmende Informationstiefe und der berechtigte Anspruch der Lesenden. Online-Texte brauchen Teaser und Lead und haben Regeln. Der Newsletter führt über konkrete Tipps der Online-journalistischen Welt zu vertiefenden Informationen und Lernaufgaben.



0.0. Webinteressante Artikel werden gelesen!
1.0. Die Bausteine eines Webtextes
1.1. Die Headline
1.2. Subline oder Overline
1.3. Der Teaser
1.4. Die Story, das Netzdossier
1.4.1. Die sieben W's der journalistischen Fragestellung
1.4.2. Die vier Dimensionen der Journalistik
2.0. Die Recherche
2.1. Tipps zur Webrecherche 1 bis 3:
3.0. Die Regeln der journalistischen Welt 1 bis 3
4.0. Quellennachweis

:-) :-) Tipps und Tricks :-) :-)

  • Die sieben W der journalistischen Fragestellung

WER (tut) WAS WANN WO WIE WARUM
WOHER (stammt die Information,Quelle) mehr Infos

  • Die Bausteine des Webs

Die Headline, Faustregel: nicht mehr als sieben Wörter
Der Teaser: der wichtigste Baustein, er verdichtet die Information
Des Netzdossier hat vier Dimensionen mehr Infos

  • Tipps zu Sprache und Schreiben

Webgerechtes Schreiben erfordert eine prägnant informierende Sprache
Schreiben im Internet ist grafisches Schreiben
Thematisch zusammenhängende Module zu einem Hypertext verlinken mehr Infos

  • Tipps zur Webrecherche

Planen Sie offline
In die Tiefe und nicht in die Breite recherchieren
Qualität statt Quantität
Denken Sie an die Quellenangaben mehr Infos

  • Die Regeln der journalistischen Welt

Von aussen nach innen
Don't trust
Be fair mehr Infos

 

0.0. Webinteressante Artikel werden gelesen !

Das Internet bietet eine multimediale Fülle und ermöglicht unkonventionelle Präsentationsformen. Online-Texten ist nicht ohne Konventionen. Standards sind zu beachten, der Aufbereitung ist viel Beachtung zu schenken. Der konventionell geschriebene Text Bedarf einer Webübertragung, er lässt sich nicht einfach uploaden. Schreiben im Web und in Newsletters setzt eine intensive Auseinandersetzung mit einem Thema, eine differenzierte Recherche und eine gedankliche Interaktion mit den Abonnentinnen voraus. Der zweite Schritt - das konkrete Schreiben, die Arbeit auf dem weissen Online-Blatt, birgt eine zweite Kernarbeit. Texten, journalistische und online-technische Kenntnisse einbinden, kritisches Überprüfen über Aussagekraft, Tiefe und Richtigkeit des Textes bis hin zu Verlinkungen nach Aussen und die Angaben der gefunden Informationen.
Für Erwachsenenbildnerinnen und publizierende Pflegefachleute bergen Online-journalistische Tipps eine ausgezeichnete Hilfestellung zur Kreation von (web)interessanten und professionellen Artikeln. Um vom Wissen und Können der journalistischen Welt profitieren zu können, sind Basisinformationen nützlich und sinnvoll.

1.0. Die Bausteine eines Webtextes

Die verschiedenen Bausteine eines Online(off)line-Artikels werden erklärt. Für Ihre lernende Weiterarbeit und Vertiefung ist jeweils eine Tages- oder Wochenzeitung verlinkt. Gönnen Sie sich die Zeit, einmal eine Zeitung nach diesen Kriterien zu überprüfen.

1.1. Die Headline

Überschriften geben dem User die erste Vorinformation über den Inhalt, sie sind Hinluger. In den Printmedien und Onlinemedien lässt sich dies ausgezeichnet sehen und austesten. eine Faustregel ist: nicht mehr als sieben Wörter: NZZ zur Überpüfung

1.2. Subline oder Overline

Häufig wird eine zweite erläuternde Schriftzeile eingesetzt, sie hilft zur Einordnung in Rubriken. Sie wird oft bei ausführlichen Inhalten benutzt, überprüfen Sie es bei Spiegel online

lernundenter: Es bewährt sich, vor dem Artikel einen Arbeitstitel zu kreieren und im Laufe des Schreibens immer wieder eine Headline zu überlegen und den kreativen Gedanken freien Lauf zu lassen (Nicht immer gerade sich selbst zensurieren). Ganz zum Schluss erst sollte die Headline entschieden werden. Die Headline soll prägnant und stimulierend sein.

1.3. Der Teaser

Der wichtigste Baustein des Webtextens ist der Teaser. Der Teaser verdichtet die Information. Er bildet eine Einheit mit der Headline. Der Teaser ist eine Art Rutsche, über die man/frau in das Thema gleitet.

  • Summarische Teaser: beantworten die sieben Ws auf einen Schlag, er stellt alle wichtigen Informationen des Dossiers in komprimierter Form dar.
  • Der modifizierte Teaser: ist weniger formalisiert und nimmt nur das wichtigste auf, er ist kurz und prägnant.
  • Der anonyme Teaser: wird dann verwendet, wenn Namen oder Orte (Identifikationen) keine wesentliche Rolle spielen, er wird benutzt, um den Leser neugierig zu machen.
  • Der unterhaltende Teaser: ist nicht streng nachrichtlich, er soll Spannung aufbauen und darf Informationen noch hinter dem Berg halten.

    Übersetzung: engl. to tease: <necken>:
    a) (Onlinejournalistin) - Reizwörter, Anreisser,
    b) (Radio-/Fernsehjournalist) - kurzer, Themen-anreissender Hinweis auf folgende Sendungen.

Zum Weiterlernen und Zuordnung der Teaser, interessant ist der Vergleich

lernundenter: In der Aus- und Weiterbildung: ein Themen-anreissender Hinweis, eine provokante Frage, Kürzestzusammenfassung, spielender Umgang mit Sprache? Unsere Erfahrung ist, Pflegefachleute und Pädagoginnen sind sprachlich vielseitig, fachkompetent und genau, jedoch gerne zu ausufernd und manchmal zu zitierend, eigene Gedanken werden weniger ausformuliert.

1.4. die Story ,das Netzdossier

Webgerechtes Schreiben hat vier Dimensionen und die 7 W-Regel.

1.4.1. Die sieben W's der journalistischen Fragestellung.

1 == WER (tut)
2 == WAS
3 == WANN
4 == WO
5 == WIE
6 == WARUM
7 == WOHER (stammt die Information, Quelle)

lernundenter: diese 7 Ws sind die zentralen Fragestellungen. Sie können schon für den Teaser, das Lead und für das Netzdossier verwendet werden. Immer wieder ist zu kontrollieren. Beantworte ich diese Ws? Sind sie fundiert und aktuell, sind alle Nachweise und Quellenangaben vorhanden? und und : -) !! wirklich ein hilfreiches Instrument. : -) !!

1.4.2. Die vier Dimensionen der Journalistik

A) Das Textmodul selbst mit Teaser/Lead/Fliesstext wird bearbeitet und modularisiert und in mehrere in sich stehende Informationseinheiten aufgebrochen.

lernundenter: Diese Art der Arbeit bedeutet für Nichtjournalisten eine immer wieder neu zu überprüfende Arbeit. Unsere Erfahrung ist, die Modularisierung muss von Anfang an im Auge behalten werden. Wenn dies gar nicht beachtet wird, ist die nachfolgende Modularisierung fast nicht mehr zu gewährleisten. Sie hilft ! auch knapper und konkreter zu werden. Die Modularisierung ist ebenso in der Vorbereitung von Print-Unterrichtsvorlagen hilfreich.

B) Webgerechtes Schreiben erfordert eine prägnant informierende Sprache.

lernundenter: In Online-journalistischen Handbüchern sind viele Tipps und Tricks vorhanden, sie immer vor sich zu haben ist hilfreich. Beim Redigieren sind sie unerlässlich. Die Klarheit des Textes bedarf einer aussenstehenden Person, als Schreibende ist man/frau zu sehr textblind und oft zu langfädig. Dieser Aspekt wird im nächsten Newsletter ausgeführt. Für Ihre lernende Weiterarbeit besuchen Sie verschiedene Online-Zeitschriften. 

  • Basler Zeitung
  • Weltwoche
  • Elektronische Zeitschriftenbibliothek kooperativer Service von 183 deutschen, schweizerischen und österreichischen Bibliotheken mit dem Ziel, ihren Nutzern einen einfachen und komfortablen Zugang zu elektronisch erscheinenden wissenschaftlichen Zeitschriften zu bieten. Sie umfaßt 11483 Titel, davon 1157 reine Online-Zeitschriften, zu allen Fachgebieten. 2780 Fachzeitschriften sind im Volltext frei zugänglich.
  • siehe auch die spezifische Linkssammlung von lernundenter

C) Schreiben im Internet ist grafisches Schreiben, die Scannbarkeit ist im Layout und in der Typographie von vornherein zu berücksichtigten.

Scannen: User überfliegen die Inhalte einer Webseite nach relevanten Schlüsselwörtern und Kernaussagen. Sie scannen den Bildschirm, indem sie zunächst die Überschriften lesen. Dann folgen der Vorspann und Zwischenüberschriften sowie andere hervorgehobene Textstellen. --> Übersetzung Scannen: User überfliegen die Inhalte einer Website nach relevanten Schlüsselwörtern und Kernaussagen. Die scannen den Bildschirm, indem sie zunächst die Überschriften lesen. Dann folgen Vorspann und Zwischenüberschriften.

lernundenter. Machen Sie einen Selbsttest mit ihrem Lese- und Verbleibverhalten im Web. Was lesen Sie zuerst, wo bleiben Sie hängen? Und vor allem: was behalten Sie (nicht nur im Kurzzeitgedächtnis)?

D) Es gilt, thematisch zusammenhängende Info-Module zu einem Hypertext zu verlinken. Texten im Internet ist also immer auch Hypertexten.

lernundenter: In der Arbeit mit Newsletters im Gratisangebot unterliegt die Hypertextarbeit leider vorgegebenen Grenzen. Wir haben durch das Archivangebot im Netz jedoch eine Lösung gefunden, die Hypertext möglich macht, und wir haben uns als nächstes Projekt vorgenommen, zusammenhängende Zyklen (wie diesen) als eigenständige Seiten umzufunktionieren. So fallen die nicht aktuellen News wieder weg, ein sinnvoller und nötiger Papierkorb. Diese Arbeit ist zeitaufwändig, doch bedeutet die Arbeit im Netz der ständigen Aktualisierung. Zur Vertiefung Hypertext und zur Vertiefung Einführung, Online-Lesetypen.

2.0. Die Recherche

Storys begründen sich aus einer Idee oder einem Auftrag. Sie kristallisiert sich aus Beobachtungen und Erfahrungen oder aus der Intension, vorhandenes Wissen teilen zu können und sich öffentlich zu machen. Die Grundidee ist immer wieder vor Augen zu führen. Der rote Faden geht weniger verloren, und die Kernaussagen werden verbindlicher bearbeitet.

2.1. Tipps zur Webrecherche 1 bis 3:

A) Planen Sie offline

bevor sie den Browser starten: Welche Fragen wollen sie geklärt haben. Bestimmen Sie Selektionskriterien für Ihre Recherche, Was ist durch die Recherche unbedingt zu beantworten und was ist zweitrangig.

B) In die Tiefe und nicht in die Breite recherchieren.

Wenn Sie online sind, recherchieren Sie ausschliesslich entlang ihrer eingeengten Fragenstellungen (Recherchekriterien). Lassen Sie sich nicht durch andere interessante Webseiten ablenken und verführen.

C) Qualität statt Quantität

Eine Faustregel ist: wählen Sie direkt Adressen an, die für ihr Rechercheninteresse vielversprechend sind. Nutzen Sie Anbieter, die eine inhaltliche Kategorisierung bereits vorgenommen haben, oder nutzen Sie die verschiedenen Spezialiäten der Datenbanken, Hochschulen, Kataloge und Suchmaschinen.

Eine ausgezeichnete Sammlung von Suchmaschinen mit aktuellen Bewertungen [ ] http://www.suchfibel.de
zur Sammlung von spezifischen Datenbanken und Bibliotheken von lernundenter.

3.0. Die Regeln der journalistischen Welt 1 bis 3

Regel 1. Von aussen nach innen

Ob es sich lohnt, über ein Thema zu schreiben, können Sie erst nach einer ausführlichen Recherche einschätzen. Verschiedene und vergleichende Quellen sind zu konsultieren, die Qualität der Internetressourcen ist zu überprüfen -> zur Vertiefung. Datenbanken und Bücher sind zu konsultieren. Und dann ist eine Hypothese darüber aufzustellen! was an diesem Thema bedeutsam für die Lesenden ist!
lernundenter: Unsere Hypothese für den ganzen Zyklus ist: Exemplarische Tipps und Regeln für weggerechtes Schreiben fehlen in der pflegerischen und pädagogischen Arbeit. Gesundheitsfachleute sind (noch) zu wenig Online-öffentlich. Medienwirksames Schreiben müssen vertieft und ausgebaut werden.

Regel 2. Don't trust

Beim Recherchieren sollten Sie sich von einer zweiten Frage leiten lassen: Flunkern die Quellen etwas vor? Hinterfragen Sie den Wahrheitsgehalt ihrer Informationen und holen Sie sich eine Bestätigung von zweiter Seite. Recherchieren Sie sorgfältig, nehmen Sie den Zeitaufwand in Kauf, er lohnt sich.
lernundenter:Berufsfachleute in der Gesundheit und in der Bildung müssen zur Qualitätsüberprüfung von Internetressourcen befähigt werden. Dieser Teil der Bildungsarbeit gehört in die Ausbildung von Erwachsenenbildnern und Fachuserinnen der Gesundheitsbranche. Lerndossier zur Qualitätsüberprüfung von Internetressourcen.

Regel 3. Be fair

Eine Regel in der journalistischen Ethik ist beim Recherchieren zu beachten. Gehen Sie mit der Person, über die berichtet wird, fair um. Verletzen Sie nicht ihre persönliche Würde.
lernundenter: Dies ist in der Bildungsarbeit ein Grundsatz, der keiner weiteren Erläuterungen bedarf. In der Erweiterung denken wir zusätzlich, wenn Angaben von Off- oder Online-Dossiers übernommen werden, sollten sie (selbstverständlich) gekennzeichnet sein. Angaben über Autorinnen, Titel und Adresse des Fundes scheinen uns zwingend.

4. Quellennachweis

Bücher und Online-Adressen, auf denen dieser Teil des Workshops beruht.

siehe auch Sammlung
  • Texten für das Internet, Galileo Design, ein Handbuch für Online-Redakteure und Webdesigner, 2002, Saim Rolf Alkan: ausgezeichnet.
  • Online-Journalismus, Schreiben und Gestalten für das Internet, Gabriele Hoofacker, List Verlag, 2001. In Zusammenarbeit mit der Website interaktiv und vertiefend.

Online Tipps

: siehe auch Sammlung

  • Online-Journalismus viele Tipps und Übungen, eine ausgezeichnete Seite zum Weiterlernen
  • Rhetorische Mittel eine ausgezeichnete Seite zu Hinweisen wie Metapher, Synonym, eine Wundertüte für Gerneschreibende!
  • V.I.A. Think Tank eine Fundgrube zu Schreiben, Reden, Zeitmanagement und eine Seite, bei der ausserordentlich viele Lernmöglichkeiten vorhanden sind. Ausgezeichnet.