Lernmethoden - Edukation planen und durchführen
Lernmethoden sind Teil des Patientenedukationsprozesses
Schritt 3. Mit welchen Settings arbeiten Sie? Wir machen
Methodenvorschläge,
verweisen auf Konzepte, und es
gibt eine «Medienkiste».
Berücksichtigen Sie bei den Lernmethoden die Ergebnisse aus dem
Assessment zum Lernstil und
planen Sie entsprechend Setting, Methoden und Medien. Immer gilt der Grundsatz:
Fordern Sie Interaktion, die Partizipation des Patienten.
Setting
- Lernpartnerschaft (Tandem)
- Kleingruppen
- Peergruppen
- Tutoring (Patient und TutorIn)
Methoden
- Rollenspiele
- Demonstrationen + Übungssequenzen: Machen Sie eine Pflegehandlung
vor und lassen Sie diese vom Patienten oder von Angehörigen nachvollziehen.
- Spiele
- Videos: ein Video betrachten und anschliessend gemeinsam diskutieren.
- Ressourcen bei Problemen erfassen: Problemlösungsstrategien sind
gute Methoden, um festzustellen, ob der Patient weiss, was zu tun ist
oder ihn anzuregen, auf Antworten zu kommen: Was haben Sie schon getan,
um das Problem zu lösen? Was würden Sie tun, wenn....? Wen
fragen Sie, wenn Sie nicht mehr weiter wissen? Dazu geben Sie dem Patienten
Adressen zu Selbsthilfegruppen, Spitex usw.)
- Bezug nehmen auf die häusliche Situation erleichtert die Umsetzung
und erhöht die Therapietreue (Adhärenz), z.B.: Wo bewahren
Sie zu Hause die Medikamente auf?
Planen Sie nach jeder Einheit eine kurze Reflexion, siehe auch Patientenedukationsprozess Schritt
4: Patientenedukation auswerten
Geeignete Konzepte
- «Cognitive apprentice ship» eignet sich für das Lernen
im Setting Beratungsperson und Patient: 47.
- Reflexionen: siehe Reflexion nach Donald Schön 48.
- «Mikroschulung»: Darunter werden kleine Lerneinheiten verstanden,
in denen eine Wissensportion, eine Fertigkeit oder Verhaltensweise vermittelt
wird. Ein spezieller Tipp ist das Errichten eines dauerhaften «Materialkorbes» für
jede einzelne Mikroschulung. Die Dokumentation der Schulung wird Bestandteil
der Pflegedokumentation 4.
«Medienkiste»
- schriftliches Material: Broschüren, Informationsblätter,
Handouts. Mehr bei Handouts,
schriftliche Informationen
- Posters / Flip Charts
- Videos
- Internetressourcen: Ob diese für den konkreten Patienten
ein Lernmedium sind, haben Sie bereits beim Assessment ermittelt.
Berücksichtigen
Sie bei der Auswahl die Internetkompetenz des
Patienten und planen Sie
anschliessend ein Gespräch über die gefundene Information.
Mehr dazu bei Internet
für die Patientenedukation nutzen
- ausgesuchte Lernprogramme oder Lernspiele
- CDs
- Audios, ausgewählte Podcasts 60.0 zur
Definition von Podcast ins Glossar
- Modelle
- Übungsmaterial für praktische Sequenzen (Verbände, Injektionen,
Lagerungsmaterialien, Matten, Medikamente usw.)
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auswerten - Patientenedukationsprozess Schritt 4