Pflegeblogs - Fenster in die Pflege
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Berufsgeheimnis
Das Berufsgeheimnis respektive der Datenschutz (privace policy) ist in den meisten Blogs explizit Thema. Die BloggerInnen äussern sich dazu in ihrem ‹About›, ‹Über mich› oder ähnlich, in ihrer kurzen Vorstellung. Sie nennen keine Namen von PatientInnen oder von Institutionen. Häufig haben sie selbst ein Pseudonym. Ein Beispiel:
Please keep in mind that to protect patient privacy, the name, age, and occasionally, even the sex of any patient described in this journal has been altered.
Eine Autorin schreibt: Ich schreibe nicht über PatientInnen, sondern wie
ich Pflege erlebe.
Manchmal
grenzen sich die AutorInnen von Gesundheitsberatung im Internet ab.
Referenzen der AutorInnen
Viele BloggerInnen beziehen sich auf Institutionen, welche Richtlinien für den Datenschutz im Gesundheitswesen herausgegeben haben:
- In den USA auf HIPAA = Health Insurance Portability and Accountability Act, ein Standard für den Umgang mit sensiblen Daten im Gesundheitssystem. Mehr dazu bei United States Department of Health and Human Services mit dem 25-seitigen PDF Summary of the Hipaa Privacy Rule, einer Zusammenfassung der Regeln für den Datenschutz im Gesundheitswesen.
- In Grossbritannien ist es die National Patient Safety Agency des NHS National Health Service of United Kingdom of England.
- Mehrmals angetroffen haben wir BloggerInnen, die 10 Fragen zur Glaubwürdigkeit von Medizin und Gesundheitsblogs beantwortet haben. Mehr dazu bei 10 Fragen.
Weitere Empfehlung
- eine Zertifizierung durch Health On the Net Foundation: Code of Conduct attestiert einen professionellen Umgang mit Information auf einer Website oder einem Blog.
Beispiel einer Recherche nach Gesundheitsblogs mit HON-Zertifikat am 19.12.2009
!! ein wichtiger Tipp: Search HONcode Site The search or verification tool of HONcode accredited Web sites. Wenn Sie hier Gesundheitsinformationen suchen, sind Sie sicher, dass Sie überprüfte, glaubwürdige Quellen lesen.
Gefahr: Voyeurismus
Wir haben einzelne Beiträge angetroffen, wo wir an vermischte Grenzen zwischen echtem LeserInneninteresse und Voyeurismus dachten: z.B. können dramatisch geschilderte PatientInnensituationen eine andere Leserschaft anziehen, als die Autorin, der Autor beabsichtigt und besondere Kommentare hervorrufen.